WEB 2.0 – Viel Arbeit für nichts?

Facebook ist die wertvollste Firma der Welt

Wertvoller als Daimler und VW zusammen. Das war die Top Meldung der letzten Woche. Und wir wissen es schon lange, dort wo 500 Millionen Menschen zusammen kommen dürfen wir als Unternehmer auch nicht fehlen, oder?

Facebook ist die am meisten besuchte Seite der Welt – vielleicht auch nur die am zweit meisten besuchte – egal – Sie als Unternehmer müssen dabei sein, genauso wie bei Twitter.

Ungeahnte Möglichkeiten sein Geschäft bundesweit zu pushen stecken in diesen beiden Medien. Neue Zielgruppen werden erschlossen und Werbung ist bei Facebook so günstig und Zielgruppengenau zu schalten wie in keinem zweiten Medium. Endlich können Sie die Abhängigkeit von Google Adwords beenden.

Klar, Sie müssen erst Vertrauen aufbauen, Freunde und „Follower“ finden, dass braucht Zeit, aber in ein paar Monaten rollt der Rubel und das Engagement wird sich lohnen.

Wirklich? Oder wird hier nur ein Hype aufgebaut. Wird hier etwas wahr nur weil alle darüber sprechen und keine andere Meinung geduldet wird? Stecken echte empirische, positive Erfahrungen hinter der immer wieder postulierten Meinung Social Media und dem WEB 2.0 Anwendungen gehört die Zukunft?

Dass ich kein Fan von Twitter bin haben Sie wahrscheinlich schon mitbekommen, wenn Sie meinen Blog und Newsletter in der Vergangenheit verfolgt haben. Bis heute kann sich mir der Vorteil von Twitter nicht erschließen. Was muss ich in 140 Zeichen pressen, das ich nicht per E-Mail viel ausführlicher und mit den gleichen Vorteilen, zeitnah an meinen Verteiler, schreiben kann? Und in der Zeit von Blackberry und IPhone geht dies auch wunderbar mobil – in beide Richtungen, wenn es denn sein muss. Notfalls kann man sogar anrufen… und ausführliche Anweisungen oder Erklärungen geben. Und ob und wann ich mit meinem Hund Gassi gehe ist für Sie wahrscheinlich nur beim ersten Mal von Interesse, wenn Sie sich wundern was der „Depp“ alles über Twitter verbreitet.

Bei Facebook sieht die Lage schon anders aus. Hier können Sie Freunde gewinnen oder andere wollen Sie als Freund hinzufügen. Ich bekomme, wenn ich dies Anfragen bestätige übrigens fast immer eine Einladung zum Markteintritt eines amerikanischen Weltmarktführers – die Chance meines Lebens um finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen…

Sie können mit anderen „Herzchen“ tauschen, Spiele spielen und dürfen Belanglosigkeiten Ihrer Freunde lesen und die Kommentare dazu…Eine Sammelsurium von Blödsinn! Gut, es gibt noch die Hardcore Verkäufer bei denen jede Meldung ein Super Angebot ist, dass ich keinesfalls verpassen darf, wenn ich beruflich oder finanziell vorankommen will oder mit der Größe meines Bauches unzufrieden bin, aber eigentlich nerven diese Meldungen doch nur.

Werbung – Zielgruppen genaue Werbung, die können Sie günstig auf Facebook schalten. Richtig. Fragt sich nur ob die „Herzchensammler“, „Spielespieler“ und „Zitateschreiber“ genau deshalb auf Facebook unterwegs sind oder aus obigen Gründen. Klar wird sich immer ein Kunde finden, wenn die Zielgruppe groß genug ist. Die Frage ist nur ob so die Revolution im Internetmarketing aussieht?

Fazit: Zum Zeitverschwenden gut – zum Geschäfte machen – Zeitverschwendung.

Ich bin auf ihre Kommentare gespannt.

P.S. Jetzt rufe ich meine echten Freunde mal wieder an…

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5 Responses to “WEB 2.0 – Viel Arbeit für nichts?”

  1. Sehe ich genau so. Denke schon das es wirklich momentan, noch Zeitverschwendung ist. Mal sehen was die Zukunft bringt. Sobald Google durch Facebook abgelöst wird bin ich dabei.

  2. Hanshans sagt:

    Hallo Nobert,
    Vor 7 Monaten zählte ich bei Facebook auch noch zu den Spielern und Herzchen-Verteilern, bis mich das Virus Internet Marketing infiziert hat. Inzwischen habe ich alle Spiele Farmville, CityVille und MafiaWars geblockt. Doch ich konnte an einige von meinen Mitspielern später schon ein Farmville-Ebook 😉 vermitteln, also hatte es doch auch seine gute Seite gehabt.
    Ich sehe in Facebook auch ein sehr mächtiges und großes Potential für jeden Unternehmer. Ich bin jetzt dabei mir meine FanPage zu erstellen um mich und mein Businuss zielgerichtet zu branden. Dank den Webinare vom Leadsystem und solchen Vorbildern wie dir bekomme ich als Starter im Internet Marketing immer wieder eine neue Sichtweise und Anleitung, wie was funktioniert. Ich bedanke mich für deinen Blogbeitrag und bin schon auf die neueu Kommentare gespannt.
    Liebe Grüße Hanshans

  3. Sven Kaven sagt:

    Hi Norbert

    Nett geschriebener Beitrag. Man merkt hier wirklich Deine Handschrift.

    Zu Facebook-Werbung gibt es natuerlich folgendes zu sagen. Man muss natürlich auch bei FB zielorientiert werben und die beste Form ist Die durch FB Fanpages.

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Fanpage-Werbung machen können und bin davon überzeugt das dies die beste Form der FB Werbung ist.

    Gibt dazu bald ein paar Videos in der DLS-Akademie.

    Norbert, wünsche Dir was und vielleicht sehen wir uns ja Ende Januar in Berlin.

    Sven

  4. Horst sagt:

    Hallo Norbert,

    vielen Dank für diese offenen Worte. Endlich mal jemand, der sich traut das auszusprechen was viele bereits denken.

    Ich bin von Hause aus Webmaster für kleine und mittelständische Firmen. Keiner meiner (potentiellen) Kunden ist in Facebook oder Twitter. Die wissen in der Regel nicht einmal, wie Sie ein Emailkonto in ihrem Outlook einrichten. Mich also damit zu beschäftigen, dort mehr oder weniger sinnvolle Profile aufzubauen und mit Inhalt zu füllen, ist reine Zeitverschwendung.

    Meine Kunden sind in der Regel in ihr Tagesgeschäft so involviert, dass sie gar keine Zeit haben, zu twittern oder in Facebook Freunde zu gewinnen.

    Ich habe lange Zeit an Twitter geglaubt und rund 5.500 Follower aufgebaut. Umsatz daraus: gleich Null!

    Für mich hat sich das Thema Web 2.0 erstmal erledigt.

    Internette Grüße
    Horst Gräbner

  5. Ich finde man kann das nicht so einfach verallgemeinern: Mit Twitter Geld zu generieren, ist schon wirklich eine Herausforderung. Facebook hingegen ist meiner Meinung nach ganz anders. Aber man muss auch wirklich verstehen, wie Facebook „tickt“. Mit platter Werbung funktioniert es aber auch da natürlich nicht – nur die Meisten machen sich einfach nicht die Mühe, einen Schritt weiter zu denken.

    Beste Grüße
    Thomas Klußmann

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