Top Verkäufer in der U-Bahn

Liebe Leser(innen),

in den letzten Wochen pendle ich permanent zwischen Salzburg bzw. München und Berlin. Und da ich in Berlin kein Auto mehr stehen habe nutze ich das in Berlin sehr gut ausgebaute U-Bahn Netz um zum Kunden zu fahren oder Vertriebsparner zu besuchen. Dies ist nicht nur kostengünstig, schnell und schont meine Nerven, nein ich kann in der U-Bahn auch viel über das Thema Verkaufen lernen und möchte Ihnen diese Erkenntnisse gerne weiter geben.

Was passiert da Interessantes?

Wenn Sie U-Bahn fahren steigen tagsüber auf einer Streckke von zehn Stopps meist ein bis zwei Verkäufer einer Obdachlosenzeitung ein und erzählen, oft sehr gut und flüssig, ihre Geschichte des Absturzes. Das Gespräch endet mit der Bitte um den Kauf der Zeitung oder das Geben einer Spende.

Natürlich intressiert sich keiner wirklich  für die Zeitung, aber ist die Geschichte rührend genug und sehen die Verkäufer nüchtern aus, erhalten sie pro Auftritt oft ein bis zwei Euro zugesteckt.

Was können wir davon lernen?

1.) Die Verkäufer sind mutig und trauen sich in einer U-Bahn vorzusprechen, obwohl sie wisse, dass die Aussichten nicht sonderlich gut sind. Seien Sie auch mutig!

2.) Die Verkäufer sind fleißig und besuchen jede Haltestelle einen neuen Waggon. Seien Sie fleissig. Besuchen Sie Kunden.

3.) Eine gute Verkaufsstorie, die Gefühle weckt, wirkt, egal wie schlecht das Produkt ist. Emotionalisieren Sie Ihr Verkaufsgespräch.

4.) Kleider machen Leute. Kleiden Sie sich gut.

5.) Wer nach einen Abschluß frägt erhält auch Abschlüsse. Stellen Sie immer eine Abschlussfrage.

Ich glaube, dass nächste mal frage ich einen Verkäufer der Motz, des Strassenfegers oder einer sonstigen Obdachlosenzeitung, ob er nicht für mich verkaufen will…und kauf ihm einen Anzug…zahle den Friseur…

P.S. Wenn Sie in der U-Bahn demnächst einen guten Verkäufer treffen loben Sie ihn doch mal und geben Sie ihm fünf Euro. Schenken Sie Freude!

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3 Responses to “Top Verkäufer in der U-Bahn”

  1. Joschka sagt:

    toller artikel, wer ganz unten ist fängt an zu kämpfen, find ich gut den mut, den einige haben… deine letzten worte „Schenken Sie Freude!“ kommen mir bekannt vor… Genau darum ging es in meiner heutigen Religionsarbeit: „Dann wird unsere Freude nur noch größer, wenn wir sie mit anderen teilen“.

    Sonnige Grüße aus Hamburg, Joschka

  2. Buser sagt:

    ja, die Verkäufer beim Bahnhof zeigen uns echt, was sie können. Ich sprach auch schon fremde Leute unterwegs an und sprach mit Ihnen, um die Zugsfahrt zu verkürzen, oft bekam ich die Adresse. Leider nahm ich nie Kontakt auf…

  3. Martin sagt:

    Super Artikel.
    Das „Glück“ des Tüchtigen, so sagt man.
    Ich werde einen Fragen ob er für mich verkaufen will. Klasse Idee.

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